TUBBE

Hej! Werft die alten Mottos weg, wir haben ein neues...

 


Man kann es aus einem Nebensatz vom Nachbartisch wissen. TUBBE sind dieses Elektropop Duo aus Berlin mit den großen Brillen, einer Leidenschaft für Kleintiere mit Fell und topsitzenden Jogginghosen. Um die Kurzbiographie zu komplettieren: Sie haben ein Album mit vielen Liedern in C-Moll bei Audiolith herausgebracht, nun folgt das zweite. Das zweite Album. Dieser leidige, dicke Klops. Gerade fegt man sich noch die Brösel des letzten Werks aus dem Bart, da muss schon was Neues her.

 

Und die Zwei hat den Ruf ein hinterhältiges Ding zu sein. Wie oft steht sie hochpoliert und vielsagend auf der Tanzfläche, um dann von niemandem aufgefordert zu werden. Dieses Schicksal umgehen TUBBE, indem sie ihrem Album eine Wurst umhängen. Das macht beliebt und schafft Freunde.

 

Aber was will das Album und worüber soll man eigentlich noch Lieder schreiben, wenn doch auf der Welt alles schon sehr laut gesagt worden ist?

Liebe? Wut? Ironie? Liebeskummer hatte man an einem Dienstag im April. Wütend ist man immer Sonntags. Die Ironie hat sich in einem Hashtag verheddert. Was bleibt? Ein wenig Vorstadtromantik mit Hauptstadtsemantik. Der Bass pumpt immer noch durchs Haus wie der Herzschlag eines

aufgeregten Erstklässlers. Astreine Melodien, die bereits von Spatzen transkribiert werden, um

sie baldigst von den Dächern zu pfeifen. Und sonst so? Deutsche Texte. Weil man auf Deutsch ausgefuchster fluchen kann. Punkt.

 

Außerdem: Wenn man zu lange mit den Beinen baumelt, hat man kein Blut mehr im Kopf und Vati recht, wenn er sagt, dass

nur Arbeit ist, was schmutzig macht.

Deswegen haben sich TUBBE ein neues Motto auf die Fußsohlen tätowiert:

 

Keine Arbeit, lieber Tanzen.